Titelstory
Redaktion 19, Mrz 2 mins
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TREEEC Magazin
Die Wasserprobleme könnten in den kommenden Jahren noch zunehmen.

Für uns in Deutschland ist es selbstverständlich, dass wir nur den Wasserhahn aufdrehen müssen und schon fließt sauberes Wasser raus. Für zwei Milliarden Menschen weltweit gibt es aber keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das sagt der diese Woche von den Vereinten Nationen  in Genf vorgestellte jährliche Weltwasserbericht. Durch den Klimawandel könnte sich die Situation noch verschärfen.

Mehr noch, etwa vier Milliarden Menschen leiden über mindestens einen Monat im Jahr unter schwerer Wasserknappheit. Über die Hälfte der Weltbevölkerung kann zudem keine ordentlichen Sanitäranlagen nutzen. Zu den besonders benachteiligten Gruppen gehören oftmals beispielsweise Bewohner von Flüchtlingslagern.

Aber selbst in Europa und Nordamerika haben 57 Millionen Menschen keine Wasserleitungen. Weltweit sind in Städten 63 Prozent der Haushalte an Abwassersysteme angeschlossen, in ländlichen Gebieten nur 9 Prozent. Mehr als 80 Prozent aller Abwässer weltweit werden ungeklärt in die Umwelt entsorgt, was die Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera und Bilharziose begünstigt, die in vielen Entwicklungsländern immer noch häufig sind. Der Zugang zu sauberem Wasser und die Reinigung von Abwasser ist aber überall für die Gesundheit wichtig.

Die UNO warnt, dass die Wasserprobleme in den kommenden Jahren noch zunehmen könnten, auch weil der Wasserbedarf weiter ansteigt. Bis zum Jahr 2050 wird mit einem Anstieg um 20 bis 30 Prozent gegenüber heute gerechnet. Dafür sorgt schon ein wachsender Pro-Kopf-Verbrauch in Entwicklungs- und Schwellenländern. Der Klimawandel dürfte die Wasserknappheit noch verschärfen. Laut UNO werden „Trockengebiete … tendenziell trockener und niederschlagsreiche Regionen feuchter“.

Der weltweit größte Wasserverbraucher…

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